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Unser Haus hat viele Geschichten

Unser Haus lebt von seinen Gästen, haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden, Botschaftern und Unterstützern. Jeder von ihnen hat seine eigene Geschichte.

Zu Zweit ins kühle Nass

Noch einmal nur mit ihrem Mann ein paar Momente im Freibad erleben - das war der Wunsch von Frau R., Gast im Laurentius Hospiz in Falkenburg. Gemeinsam haben sich die Mitarbeitenden Gedanken darüber gemacht, wie sie diesen Wunsch erfüllen können. "Maren Mikosch aus dem Sozialdienst hat dem Freibad Hatten von der Situation erzählt und gefragt, ob es möglich ist, dass Frau R. und ihr Mann das Freibad außerhalb der Öffnungszeiten nutzen können. Die Bademeister waren sofort Feuer und Flamme", erzählt Pflegedienstleitung Carolin Schröder. "Frau R. hat für diese Wunscherfüllung eine Einladung von uns bekommen und sich riesig darüber gefreut. Ihren Mann hat sie sofort losgeschickt, damit er ihr einen neuen Badeanzug kauft."

Bei ihrem Ausflug ins Freibad hat zunächst der Bademeister Frau R. ins Wasser begleitet und sie bei den ersten Runden durchs Wasser unterstützt, später hat ihr Mann diese Aufgabe übernommen. "Frau R. hat so gestrahlt", erzählt Carolin Schröder. "Das hat mich unglaublich stolz und glücklich gemacht." Nach einer Stunde im Wasser haben zwei Bademeister Frau R. wieder aus dem Becken geholfen.

Um dem Besuch einen exklusiven Abschluss zu verleihen, haben Maren Mikosch und Carolin Schröder im Freibad ein kleines Frühstück vorbereitet: Sekt, Erdbeeren, Kerzen, Blumen und alles, was an so einem Tag dazu gehört. Als Frau R. den gedeckten Frühstückstisch sah, sagte sie mit Tränen in den Augen: "Wow! Das sieht so toll aus. Ich muss aufpassen, dass ich nicht gleich heule, so schön ist das!" Mit so einer wunderschönen Überraschung habe sie nicht gerechnet. Zurück im Laurentius Hospiz war sie noch ganz berührt von dem Ausflug und hat allen Mitarbeitenden, Gästen und deren Angehörigen davon mit einem Lächeln im Gesicht berichtet.

Möchten auch Sie die Arbeit im Laurentius Hospiz unterstützen und schwerstkranken Menschen eine würdevolle und selbstbestimmte letzte Lebensphase ermöglichen? Dann helfen Sie uns jetzt!

Schirmherr besucht Laurentius Hospiz

Yared Dibaba, Schirmherr des Laurentius Hospizes, besuchte das Haus anlässlich der Weihnachtsfeier. Dort nahm er sich Zeit, um mit Gästen, Angehörigen und Mitarbeitenden zu klönen und eine Tasse Tee zu trinken.

Evelyn Linnemann: „Ich bekomme so viel zurück“

Eine wichtige Säule der stationären Hospizarbeit ist das Ehrenamt. Sowohl im Laurentius Hospiz in Falkenburg als auch im Friedel-Orth-Hospiz in Jever engagieren sich Menschen freiwillig z. B. in der Begleitung von Gästen, bei der Gartenpflege oder im täglichen Ablauf des Hospizes.

Evelyn Linnemann ist eine der 25 Ehrenamtlichen im Laurentius Hospiz in Falkenburg. Sie ist fester Bestandteil des Teams und hat den Aufbau des Hauses miterlebt. "Ich war kurz vor der Eröffnung des Hospizes beim Tag der offenen Tür", erzählt sie heute. "Zu dem Zeitpunkt war ich bereits nicht mehr berufstätig. Meine nun vorhandene Zeit wollte ich für etwas Sinnvolles zur Verfügung stellen."

Mittlerweile engagiert sich Evelyn Linnemann seit über vier Jahren für das Hospiz im Landkreis Oldenburg. Begonnen hat sie im Bereich der alltäglichen Unterstützung, bei der sie vor allem in der Küche eingesetzt wird. "Bereits während meiner Berufstätigkeit habe ich eine Hospizhelferausbildung absolviert. Daher war es mein Wunsch, auch in die Einzelbegleitung zu gehen", erzählt sie. Dabei begleitet sie einen Gast während seines gesamten Hospizaufenthalts. "Ich stehe ihm in seiner letzten Lebensphase zur Seite, höre zu, frage nach", so Evelyn Linnemann. "Wenn es die Mobilität zulässt, unternehme ich mit dem Gast auch gerne was." So war sie schon einmal mit jemandem Fisch kaufen und hat mehrere Spaziergänge gemacht - je nachdem, was die individuelle Situation zulässt. Evelyn Linnemann ist aber nicht nur für den Gast da, sondern spricht auch mit seinen Angehörigen über ihre Gefühle und Gedanken in dieser schweren Zeit. "Ich hoffe einfach, dass ich sowohl dem Gast, als auch seiner Familie und seinen Freunden Entlastung verschaffen kann."

Sie selber kann gut mit der Begleitung eines Gastes umgehen. "Es ist wichtig, eine professionelle Distanz einzuhalten", sagt Evelyn Linnemann. Dies gelingt ihr sehr gut und auch die Supervision, die mit anderen Ehrenamtlichen regelmäßig stattfindet, ist für sie eine große Hilfe. "Außerdem bekomme ich von den Gästen sehr viel zurück und erfahre viel Dankbarkeit - sowohl in der Einzelbegleitung, als auch im Alltäglichen. Das zeigt mir, dass dieses Ehrenamt für mich richtig ist."

Ehrenamtliche sind unverzichtbar.

Auch Hospizleitung Irene Müller weiß den Einsatz der Ehrenamtlichen zu schätzen: "Freiwillige Helfer sind ein wichtiger Bestandteil der stationären Hospizarbeit." Daher freue sie sich immer über Menschen, die sich gerne für eines der Häuser engagieren möchten. "Auch neben der Einzelbegleitung gibt es viele Bereiche, in denen wir auf Ehrenamtliche angewiesen sind: Sei es in der Küche, auf Veranstaltungen oder beim Planen und Durchführen von Spendenaktionen." Und in einer Sache ist sich Irene Müller sicher: "Aufgaben gibt es genug."